Mundgeruch ist für einen selber und für die Umwelt unangenehm. Viele nehmen ihr Schicksal einfach hin, dabei lässt sich hier etwas tun. Denn nur in den seltenen Fällen ist ein Magenleiden Schuld. Oft handelt es sich um Fäulnisprozesse im Mund. Hier haben wir die wichtigsten Informationen gesammelt.

Wie entsteht Mundgeruch?

Im Mund leben die Bakterien von Nahrungsresten und abgteschilferten Schleimhautzellen, welche Schwefelverbindungen und Gase produzieren, die oft nach fauligen Eiern stinken. Vor allem beim Abbau von Eiweiß können schwefelige Verbindungen entstehen. So können eiweißreiche Speisen, wie Fisch und Milchprodukte Mundgeruch fördern. Weiters fördert eine zu trockene Mundschleimhaut den schlechten Atem. Den unangenehmen Geschmack am Morgen erklärt übrigens die verringerte Speichelproduktion. Schnarchen und wenn Sie mit offenen Mund schlafen lässt die Schleimhäute mehr austrocknen.

Selten sind Erkrankungen verantwortlich

Für einen schlechten Atem können auch Erkrankungen Schuld sein, meist ist das aber eher selten.

Entzündungen der Atemwege

Meist bei einer Mandel- oder Nasennebenhöhlenentzündung kann es vorübergehend zu einem schlechten Mundgeruch kommen

Gastritis

Leidern Sie an einer Gastritis, kann der Atem sauer riechen. Hier kommen dann auch noch Magenschmerzen und saures Aufstossen dazu.

Diabetes

Riecht der Atem wie Nagellackentferner nach Azeton, könnte es ein schlecht eingestellter oder nicht erkannter Diabetes mellitus sein. Der Geruch ist auch typisch für Menschen, die streng Diät halten oder fasten. Wenn dem Körper Kohlenhydrate fehlen, um Fette in Zucker umzuwandeln verändert sich der Mundgeruch.

Weiblicher Zyklus

Bei Frauen kann es auch der weibliche Zyklus sein. Zur Zeit des Eisprungs werden bei Frauen 2-4 Mal so hohe Werte von flüchtigen Schwefelverbindungen gemessen, als sonst.

Wie finde ich die Ursache?

Zuerst sollte man seinen Zahnarzt besuchen, dieser überprüft das Zahnfleisch und den Zustand bei vorhandener Kronen und Füllungen. Ist hier alles in Ordnung sollte ein HNO-Arzt aufgesucht werden. Der kontrolliert Nase, Rachen und Nasennebenhöhlen. Bei erneutem Fehlen einer Ursache sollte eine internistische Untersuchung folgen, um Magen-Darm-Erkrankungen oder Diabetes auszuschließen. Auch ein Lungenfacharztbesuch macht Sinn, da hier die Erkrankung der Lunge ausgeschlossen werden kann.

Hausmittel gegen Mundgeruch

Mundhygiene

Eine sorgfältige Mundhygiene ist hier sehr wichtig. Putzen Sie nach jedem Essen die Zähne, und reinigen Sie die Zahnzwischenräume mit einer Zahnseide 1 Mal am Tag. Reinigen Sie mit einem speziellen Zungenreiniger morgens und abends die Zunge. ExtraTipp: Den Zungenreiniger immer nach 2 Monaten auswechseln. Nach Rücksprache mit dem Zahnarzt können Sie auch desinfizierende Mundspüllösungen anwenden. Achten Sie hier aber auf die Wirkstoffe, manche haben nach einem Langzeitgebrauch Nebenwirkungen.

Apfelessig

Wer unter Mundgeruch leidet, kann es mal mit dem Hausmittel Essig versuchen: Mische 1 Glas Wasser mit 1 TL Apfelessig und gurgel damit. Das vertreibt den schlechten Atem.

 Wacholderbeeren

Kauen Sie hin und wieder Wacholderbeeren

Ingwer

Auch immer wieder Ingwer kauen, kann gegen Mundgeruch helfen.

Petersilienstängel

Hilfreich bei Mundgeruch sind auch Petersilienstängel. Diese immer wieder mal kauen.

Heißer Zitronensaft

Das Trinken von heißem Zitronensaft kann Mundgeruch auch beseitigen.

Joghurt mit aktiven Bakterien (Lactobazillus bulgaricus)

Essen Sie täglich einen Joghurt mit aktiven Bakterien wie Lactobazillus bulgaricus. Diese verhindern die Ausbreitung von Fäulnisbakterien im Mund.

ExtraTipp: Kaugummis und Pastillen mit Pfefferminze helfen nur kurzzeitig, da sie den schlechten Atem nur kurz überdecken, sie fördern aber die Speichelbildung.