Fische und Meerestiere sind besonders hoch mit giftigen Schadstoffen belastet
Fisch aus kalten Meeresgewässern ist besonders reich an gesunden Omega 3 Fettsäuren und wird somit gerne empfohlen, um den Bedarf an diesen lebenswichtigen, essentiellen Fettsäuren zu decken.
Was dabei aber nicht beachtet wird, ist auf die Belastung von Meerestieren mit Schad- und Giftstoffen hinzuweisen.
Gift im Meer
Beim Verzehr von Fisch wird ignoriert, dass er trotz frischem Fang und sauberer, hygienischer Verarbeitung stark mit Stoffen belastet sein kann, die für unsere Gesundheit schädlich sind.
Das liegt daran, dass Meerestiere im Meerwasser aufwachsen und ihr ganzes Leben davon umgeben sind – inklusive aller Schadstoffe, die in den Weltmeeren gelöst sind.
Das Fleisch und alle Nebenprodukte (wie z.B. Kaviar, Fischmehl etc.) von Fischen und anderen Meerestieren sind dadurch mit hochgiftigen Chemikalienrückständen aus dem Meerwasser belastet.
Wie hoch die Belastung ist, zeigen erschreckende Untersuchungen: In Meerestieren wurde eine bis zu neun millionenfach höhere Belastung an Chemikalien gefunden als im Wasser! Diese Zahl sollte man sich vor dem Fischverzehr auf der Zunge zergehen lassen…
Welche Tiere sind besonders belastet?
Tiere, die in den Weltmeeren aufwachsen, nehmen mit ihrer Nahrung die Schadstoffe auf und sind durch das Wasser von ihnen umgeben. Da sich Schadstoffe immer im Fett des Organismus anreichern, gilt zunächst folgende Regel: Je fetter der Fisch, desto wahrscheinlicher ist es, dass er eine hohe Schadstoffbelastung aufweist.
Dazu kommt: Frisst ein großer Fisch einen kleinen Fisch, nimmt er damit auch alle im Körper des kleinen Fisches angesammelten Schadstoffe auf. Daher gibt es eine zweite Regel: Je größer der Fisch, desto mehr Schadstoffe.
Welche Schadstoffe sind im Fisch?
Grundsätzlich gilt: Je exotischer das Meer, aus dem der Fisch stammt, desto größer die Chance, dass die dortigen Fischgründe aufgrund weniger strenger Umweltauflagen auch höher mit Schadstoffen und giftigen Chemikalien belastet sind. Aber auch die Ostsee ist durch ihren geringen Wasseraustausch mit der Nordsee ein hoch belastetes Gewässer. Grundsätzlich sind diese Schadstoffe im Fisch verbreitet:
Quecksilber
Quecksilber ist ein Schmermetall und kann schwere Hirnschäden verursachen. Bei Kindern im Wachstum kann das schwerwiegende Folgen haben. Quecksilber führt auch zu Fehlgeburten und Haarausfall. Es gibt sogar einen Namen für durch Quecksilber veränderte Menschen, die müde und vergesslich werden: „fish fog“, ein durch Fisch „vernebeltes“ Hirn!
Fisch ist übrigens die einzige Quelle, über die man in Europa über die Nahrung Quecksilber aufnehmen kann. Studien konnten nachweisen, dass Frauen, die bis zu 2x in der Woche Fisch essen, eine 7x höhere Quecksilberkonzentration aufweisen als Frauen, die keinen Fisch essen.
Du denkst, du isst gar keinen Fisch? Wie sieht es mit Thunfisch aus der Dose aus? Eine weitere Studie zeigte, dass eine 70kg schwere Frau, die nur 1x pro Woche eine Dose Thunfisch (200g) isst, einen Quecksilbergehalt im Körper hat, der 30% über dem empfohlenen Grenzwert liegt.
Arsen
Arsen führt zu Haarausfall, ist krebserregend und hat weitreichende Folgen für unsere Gesundheit.
Forscher der Universität Kiel haben in Fischen aus der Ostsee eine besorgniserregende Konzentration von Arsen gefunden. Wahrscheinlich gelangt durch die Lagerung (und Sprengung) von Kampfstoffen (Munition) aus dem 2. Weltkrieg in der Ostsee der giftige Stoff ins Wasser und somit über den Fisch auf unserem Teller.
Auch Schalentiere wie Muscheln, Krabben, Garnelen und Krebse können mit Arsen belastet sein.
Blei, Dioxine, PCB
PCB ist ein Weichmacher in Plastik, ein Bestandteil von Hydraulikflüssigkeit und anderen Produkten und wirkt insbesondere bei Männern auf ihre Fruchtbarkeit. Außerdem ist es krebserregend. Auch Blei schädigt das Nervensystem und die Fortpflanzung. Für Dioxine und PCB gelten seit 2014 Grenzwerte, die aber nur für an Land aufgezogene Nutztiere gelten, nicht für Fisch.
Was kann ich tun?
Wer gerne Fisch isst, wird es nicht gerne lesen: Es geht auch ohne Fisch! Und das sogar gesünder! Viel Omega3 steckt zwar auch im Fisch, aber auch in heimischen Ölen wie Rapsöl, Sojaöl, Walnussöl und Leinsamen. Das pflanzliche Eiweiß aus Hülsenfrüchten (Erbsen, Bohnen Linsen & Co) ist sogar hochwertiger als tierisches Eiweiß, womit der Fisch als „gesunde Eiweißquelle“ auch ausgedient hat. Auch alle anderen gesunden Inhaltstoffe von Fisch wie zum Beispiel Jod finden sich in pflanzlichen Produkten in ähnlich hohen Konzentrationen. Doch Achtung! Wer auf Fisch verzichtet, ist noch nicht sicher! Auch Eier und andere Produkte, zu deren Erzeugung Fischmehl verwendet wird, sind mit den Schadstoffen aus dem Fisch belastet! Wenn Du ganz sicher sein möchtest, verzichte konsequent auf alles, was (auch über Umwege) Seefisch oder Meeresfrüchte enthalten kann. Und wenn es wirklich mal Fisch sein sollte, dann gönne dir einen heimischen Fisch aus Bio-Aquakultur, zum Beispiel Forelle!