Sukkulenten gelten als die pflegeleichtesten Pflanzen auf dem Markt. Sie sind sonnenverträglich, haben skurrile Formen und Farben und vergeben es einem, wenn man einmal das Gießen vergisst. Dennoch gibt es ein paar Kleinigkeiten bei der Pflege von Sukkulenten zu beachten. Wir verraten Ihnen, wie Sie richtig gießen und düngen und welche Sukkulenten Sie sogar im Winter draußen lassen dürfen. Außerdem geben wir Ihnen Tipps und Tricks an die Hand, wie Sie artengerechte Töpfe und Substrate auswählen und wann der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen ist.

1. Sukkulenten – Überlebenskünstler in trockenen Gebieten

Der Name Sukkulente ist abgeleitet von dem lateinischen Begriff sukkulentus, der saftreich heißt. Getreu ihrer Namensbedeutung sind Sukkulenten wahre Meister darin, Flüssigkeiten zu speichern.

Abhängig davon, welcher Teil der Pflanze dazu genutzt wird, handelt es sich um Blatt-, Wurzel- oder Stammsukkulenten. Agaven, Aloe und Kakteen sind berühmte Vertreter der Sukkulenten.

Sukkulenten sind besonders bekannt dafür, sehr pflegeleicht zu sein. Sie müssen selten gegossen werden und überleben es problemlos, wenn Sie länger im Urlaub sind.

2. Standort – Sonne als Pflichtprogramm

Sukkulenten sind wahre Sonnenliebhaber. Sie vertragen direkte Sonneneinstrahlung wunderbarund stehen auch gerne mehrere Stunden pro Tag im Sonnenschein. Daher eignen sie sich hervorragend für ein Plätzchen direkt auf der Fensterbank.

Zwar werden sie nicht direkt eingehen, wenn sie nicht in der Sonne stehen, doch wirkt sich ein schattiger Stellplatz deutlich auf ihr Wachstum aus. Sie wachsen langsamer und verbrauchen weniger Wasser, wenn sie über längere Zeit im Schatten stehen. Auch ihre Blätterfarbe kann sich ändern.

Sukkulenten sind keine reinen Zimmerpflanzen. Im Sommer können sie problemlos in den Garten, auf den Balkon oder auf die Terrasse gestellt werden. Planen Sie hier unbedingt eine Eingewöhnungsphase im Frühling ein, damit sich die Pflanzen langsam an die UV-Strahlung gewöhnen können. Andernfalls kann es zu Verbrennungen an den Blättern kommen.

3. Gießverhalten – zu viel Wasser schadet den Pflanzen

Sukkulenten sind sehr pflegeleicht und benötigen nicht viel Wasser. Im Gegenteil: Zu viel Wasser schadet ihnen sogar und kann dafür sorgen, dass ihre Blätter abfaulen.

Vermeiden Sie Staunässe um jeden Preis! Besonders, wenn Sie Ihre Sukkulenten im Sommer von drinnen nach draußen verlegt haben und es eine Regenepisode gab, sollten Sie dringend den Feuchtigkeitsgrad Ihrer Sukkulenten überprüfen.

März bis September ist Wachstumsphase bei den Sukkulenten. Hier kann etwas mehr Wasser nicht schaden. Gießen Sie Ihre Pflanzen etwa einmal in der Woche, sobald die oberen Erdschichten getrocknet sind.

Im Winter ist Ruhephase und es wird entsprechend weniger Wasser benötigt. Entfernen Sie jedoch in jeder Phase überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer.

Den meisten Sukkulenten können Sie ihren Durstgrad ansehen. Als Beispiel die Pflanze namens Crassula, auch Dickblatt oder Geldbaum genannt: Ist sie gesättigt, sind die Blätter prall. Über die Zeit verbraucht sie ihre Polster und die Blätter werden schlanker.

4. Weitere wichtige Informationen und Tipps – Substrat, Dünger und Vermehrung

Anschließend lesen Sie einige Tipps, wie Sie die Pflege Ihrer Sukkulenten am besten bewerkstelligen, sodass diese lange ihr zu Hause zieren.

Substrat anstelle von Erde: Die meisten Sukkulenten bevorzugen einen sandigen Untergrund. Normale Blumenerde ist nicht für Ihre Sukkulenten geeignet. Stattdessen gibt es spezielle Erde für Sukkulenten, die Sie im Fachhandel erwerben können.

4.1. Umtopfen im Frühjahr

Wollen Sie Ihre Sukkulente umtopfen, nutzen Sie das Frühjahr dafür, bevor die Wachstumsphase einsetzt oder kurz nach dem Einsetzen. Gießen Sie Ihre Pflanze etwa fünf Tage vorher noch einmal.

So ist sie gut für das Umtopfen vorbereitet. Entfernen Sie die Erde um die Wurzeln und lassen Sie sie trocknen, sofern Sie eine der Wurzeln verletzt haben. Nachdem Sie die Pflanze umgetopft haben, machen Sie eine Gießpause von einer Woche.

Weitere nützliche Tipps sind:

  • Nur alle zwei bis drei Jahre umzutopfen
  • Lieber einen Ton- anstelle eines Plastiktopfes zu nehmen
  • Eine Drainageschicht aus Tonscherben am Boden des Topfes erstellen
  • Das Substrat nicht zu fest zusammenzudrücken, damit das Wasser gut ablaufen kann

4.2. Dünger alle drei bis vier Wochen

Wie auch mit dem Wasser sollten Sie es mit dem Dünger nicht übertreiben. Nur alle drei bis vier Wochen sollten Sukkulenten gedüngt werden, und das auch nur in der Wachstumsphase.

Nutzen Sie hierfür eine geringe Menge an Flüssigdünger oder besorgen Sie sich spezielle Sukkulenten-Dünger im Gartencenter. Es gibt beispielsweise ausgezeichnete Dünger für Kakteen.

4.3. Vermehrung durch Abtrennen einer Nebensprosse

Entwickelt sich an Ihrer Sukkulente eine Nebensprosse, können Sie diese abtrennen und in ein eigenes Gefäß setzen. Gepflegt wird der Sprössling wie die Mutterpflanze.

Nach kurzer Zeit entwickelt er dann eigene Wurzeln. Bei manchen Sukkulenten-Arten müssen Sie ein Auge auf Nebensprossen haben, da zu viele der Kleinen dafür sorgen können, dass die Hauptpflanze eingeht.

5. FAQ zum Thema Sukkulenten-Pflege

Weitere wichtige Fragen zum Thema Sukkulenten-Pflege haben wir Ihnen hier zusammengefasst.

Gibt es winterharte Sukkulenten?

Ja, manche Arten der Sukkulenten sind winterhart. Das heißt, sie kommen mit kalten Temperaturen besser klar und sind somit geeignete Kandidaten für einen Steingarten, da sie nicht reingeholt werden müssen, sobald es kalt wird. Beispiele für winterharte Sukkulenten sind Hauswurz, Fetthenne und Bergkaktus.

Welche Sukkulenten sind giftig?

Wir haben einen groben Überblick über die bekanntesten Arten und ihr Giftigkeitsspektrum erstellt:

ArtGiftigkeitsgrad
Kakteenungiftig
Dickblattgewächseungiftig bis leicht giftig
Mittagsblumengewächseleicht giftig
Wolfsmilchgewächsegiftig bis stark giftig
Aronstabgewächsegiftig bis stark giftig
Amaryllisgewächsehochgiftig